Freundeskreis Rubaga Hospital Stuttgart

Im Juni 1959 reiste Dr. Rita Moser als Missionsärztin und Gralsfrau (also als Mitglied einer christlichen Laiengemeinschaft, die heute noch aktiv ist) nach Uganda, um dort als Missionarin und Ärztin zu wirken. Das 1899 von Weißen Schwestern gegründete Lubaga Hospital in Kampala bestand damals aus kleinen Lehmhütten. Als 1962 Uganda die Unabhängigkeit erreichte und politische Machtansprüche das Land spalteten, folgten grausame und todbringende Bürgerkriege. Rita Moser blieb, obwohl sogar das Hospital unter Beschuss geriet. Später leitete sie jahrzehntelang das Lubaga Hospital.

Neben Misereor und der Deutschen Entwicklungshilfe, die ab 1965 in einem Stufenplan neue Gebäude und Gesundheitsdienste aufbauten, halfen auch diverse deutsche Kirchengemeinden, Gruppen und Privatleute mit Medikamenten, Nahrung und Ersatzteilen. Führend war die Hofener Gemeinde um Gabriele Haas, der Schwester von Rita Moser, mit Mann Sebastian. 1983 wurde von der CDU dann der Stuttgarter „Gemeinnützige Förderverein Dritte Welt – Freunde des Rubaga Hospitals“ gegründet. 1990 kam auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth und von Rudolf Decker, Mitglied des Kreistags Böblingen und des Landtags, die Partnerschaft mit dem damaligen Krankenhaus Sindelfingen dazu. Über 20 Jahre lang Motor der Partnerschaft war Krankenhausdirektor Eberhard Werz. Unzählige Containerlieferungen, fachliche Unterstützung von Sindelfinger Krankenhausärzten und sonstigem Fachpersonal von Technik bis Verwaltung bis zu Fortbildungsangeboten im Sindelfinger Krankenhaus für Ärzte und Krankenschwestern folgten. Das Sindelfinger Krankenhaus übernahm sogar bauliche Sanierungsmaßnahmen in ansehnlicher Höhe. Werz, aber auch viele Chefärzte sind beim Hospitalpersonal noch heute bekannt, auch die Ehegattin von Prof. Dr. Knapp, die den Betriebskindergarten des Hospitals gründete. 2011 kam das Engagement des neu gegründeten gemeinnützigen Vereins „Partnerschaft Gesunde Welt – Klinikverbund Südwest“ dazu. Dieser Verein hatte es sich zuerst zur Aufgabe gemacht, das zurückgehende Engagement des Sindelfinger Krankenhauses nach Einbindung in den Klinikverbund neu zu beleben. Unterstützt wurde er dabei auch vom Böblinger Landrat Roland Bernhard, er von Beginn seiner Amtszeit an die bestehende kommunalpolitische Entwicklungshilfearbeit des Landkreises fördert. Der Stuttgarter Verein ging nach 40 Jahren aktiver Tätigkeit in den Sindelfinger Verein über, der seit 2012 sein Spektrum laufend erweitert hat und aktuell 9 Partner bzw. Projekte unterstützt, darunter immer noch die Krankenhauspartnerschaft mit dem Lubaga Hospital und seit 2013 auch die Partnerschaft zwischen Verein, Naggalama Hospital und Krankenhaus Calw.