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2024 Ruwenzori Uganda

Realisierung Wasserprojekt Ruboni Phase III

Bei der letzten Mitgliederversammlung haben wir beschlossen, in der Gemeinde Ruboni im Ruwenzori Gebirge weitere 68 Familien an die von uns bisher schon finanzierte Wasserversorgung anzuschließen. Wir erinnern uns: Bis 2020 hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit, bedingt durch die ausschließliche Nutzung des schmutzigen Flusswassers, das dazu noch 20 Gehminuten entfernt liegt. In den zurückliegenden 3 Jahren haben wir fast alle Häuser an neue Tanks und Wasserleitungen angeschlossen, die nun von einer sauberen hoch oben liegenden Bergquelle gespeist werden. Mehr als 340 Menschen zusätzlich profitieren seit 05.02.2024 von dem sauberen Wasser. Uns hat das 3.877 Euro gekostet, der Landkreis Böblingen hat uns dabei aus seinem Entwicklungshilfe-Topf dankenswerterweise wieder einmal unterstützt. Unser Partner-Verein „Ruwenzori Child Care Initiative“ von Ruboni hat dabei tatkräftig geholfen, das Material gekauft, die schweren Wassertanks den Berg hinauf geschleppt, die Rohre 60 cm unter der Erdoberfläche verlegt und die Hähnen angeschlossen. Für unsere Ausgaben liegen alle Belege vor. Alle Nutzer wurden wieder erfasst und zahlen eine wenn auch geringe Wassergebühr, so dass die Motivation gegeben ist, mit dem Wasser sorgsam umzugehen. Ein Wasserwart passt auf und wandert täglich das in der Zwischenzeit mehrere Kilometer lange Wassernetz ab. Ein Wasserkomitee prüft den Einzug der Wassergebühren. Mit deutschen Spenden und Projekten taucht auch die deutsche Bürokratie auf ….

Vereinsvorstand und Projektleiter Isaak Kule schreibt uns, dass sich das Projekt etwas verzögert hat, weil auch diesen November / Dezember und in der ersten Januarwoche Starkregen niederging und es ungeheuer schwer war, das Material auf den Berg zu bringen. Wer schon in Ruboni war, der weiß, dass kein LKW auch nur in die Nähe des Dorfes kommt. Alles muss weit getragen werden.
Sandy ist im Moment in Ruboni und hat alle Aussagen bestätigt. Wir selbst fahren Mitte Januar 2025 zu Besuch, aber auch zur Kontrolle wieder dorthin.
Isaak berichtet noch, dass unser Freund, der Bergführer und Lehrer Elly, krank ist. Sandy hat aus ihrer Gemeinde in Boston genügend Spendengelder mitgebracht, um mit dem Bau eines Gemeindezentrums zu beginnen. Leider reicht das Geld weder für einen Anbau für eine dringend notwendige Notfall-Ambulanz mit Impfstation noch für Toiletten. Isaak schwebt der behelfsmäßige Bau einer Brücke über den Fluss vor, damit die Kinder diesen sicherer und immer überqueren können. Im Moment fällt die Schule bei höherem Wasser eben aus. Er rechnet mit Kosten in Höhe von 1.000 Euro für eine Brücke, die dann wenigstens 10 Jahre hält. Beispiele gibt es an anderen Orten. Wir berichten bei der Mitgliederversammlung mit mehr Fakten.
Im Moment sind wir nur glücklich, dass mit so wenig Geld soviel erreicht werden kann.

Einige Beispiele der neu angeschlossenen Familien, teilweise mit Tiertränke.