Aktueller Stand: 15.03.2026
Die Mitgliederversammlung hat das Projekt am 11.04.2025 beschlossen. Die letzten benötigten Mittel wurden am 05. 12 2025 durch den Landkreis Böblingen und den Aidlinger Verein Weisses Ballett zugesagt. Die Finanzierung war damit gesichert. Konkret kamen 44.000 € von regionalen Firmen und sehr vielen privaten Spendern, 1.800 € kamen vom Landkreis Böblingen, 10.000 € vom Weissen Ballett. Nur durch alle gemeinsam kommt es zur Realisierung! Ganz herzlichen Dank! Der Vertrag zur Errichtung der Solaranlage und zur Schulung der Hospitalmitarbeiter, der auch die Pflicht zur Abschreibung der Investition über 20 Jahre enthält und damit die Möglichkeit, dass Naggalama die nächste Anlage selbst finanzieren kann, wird zwischen unserem Verein, dem Naggalama Krankenhaus und Equator Solar unterzeichnet. Nur so kann auch der Betrieb des vorhandenen Computertomographen (CT) gewährleistet werden, der die normale staatliche Stromversorgung überfordert.
Mit Equator Solar arbeiten wir seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Die Kooperation begann im Jahr 2016 mit der Installation einer PV-Anlage im Lubaga Krankenhaus und wurde 2019 mit Projekten in den Krankenhäusern Naggalama und Buluba fortgesetzt. Auch Erweiterungen und Batteriespeicher für Lubaga und Naggalama wurden gemeinsam realisiert. Und das Toro Babies Home erhielt eine kleine Anlage.
Die nun geplante Solaranlage für das CT im Naggalama Krankenhaus ist als Hybridanlage mit Batteriespeicher konzipiert. Die 50 kWp starken Solarpanels werden auf dem Dach neben der bestehenden Anlage installiert. Die Hybrid-Wechselrichter und Lithium-Ionen-Batterien stammen vom renommierten Hersteller Deye und werden im Technikraum untergebracht. Die Anlage ist so ausgelegt, dass der CT unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden kann und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet ist. Zusätzlich wird die Anlage an das Stromnetz sowie an die zentrale Stromversorgung des Krankenhauses angebunden. Dadurch können die Batteriespeicher bei Bedarf auch über das Netz geladen werden und überschüssiger Solarstrom kann anderen Bereichen des Krankenhauses zur Verfügung gestellt werden.
In Vorbereitung auf den Auftrag haben die Ingenieure von Equator Solar bereits unbürokratisch und in eigener Verantwortung intensiv an der Fertigstellung der technischen Pläne, der Erstellung von Stücklisten, der Aktualisierung des Projektplans sowie an der Koordination mit den Zulieferern gearbeitet. Am 06.12.2025 fiel der offizielle Startschuss für die Umsetzung des Projekts. Es folgten weitere Leistungsmessungen und zahlreiche Abstimmungsgespräche mit dem Vereinsvorstand, den Verantwortlichen des Hospitals, auch mit dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung. Jeder sollte beteiligt werden. Als nächster Schritt wurden dann die Lieferzeiten mit den Zulieferern abgestimmt, Bestellungen ausgelöst und Containerkapazitäten für den Transport reserviert. So wurde keine Zeit verloren.

In Uganda liegt natürlich nichts am Lager, da im alternativen Energiebereich noch nicht so viel realisiert wird, obwohl das Wetter optimal dafür ist. Die Hauptkomponenten Solarmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher wurden auf jeden Fall noch im Dezember bestellt. Die größere Herausforderung lag jedoch in der Beschaffung zahlreicher Kleinteile wie Kabel, Stecker, Kommunikationskomponenten, Kabelkanäle, Kabelbinder und weiterer Zubehörteile. Obwohl diese Komponenten klein und unscheinbar erscheinen, sind sie entscheidend für die Qualität und Langlebigkeit der gesamten Installation. Ihre Auswahl erfordert eine sehr präzise Planung hinsichtlich Menge und Spezifikation sowie eine sorgfältige Abstimmung und Qualitätskontrolle.
Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage hatten insbesondere Batteriespeicher im Dezember (und auch heute noch) längere Lieferzeiten. Zusätzlich ist die Erstellung der Exportdokumente und des sogenannten PVOC-Zertifikats mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Dieses Zertifikat ist für den Versand nach Uganda zwingend erforderlich, wird ausschließlich in Ostafrika benötigt und erfordert daher die Beauftragung spezialisierter Dienstleister in China, um spätere Probleme beim Import zu vermeiden.
Die internationale Beschaffung von Solarkomponenten und deren direkter Import nach Uganda ist insgesamt ein aufwendiger, zeitintensiver und kostenintensiver Prozess. Es müssen zahlreiche länderspezifische Vorschriften beachtet werden, und es kommt regelmäßig zu Verzögerungen und unvorhersehbaren Zusatzkosten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Zoll. Da Uganda keinen eigenen Seehafen besitzt, sind die Transportkosten und Laufzeiten für Container erheblich. Der Transport vom Hafen in Mombasa nach Uganda ist nahezu genauso teuer wie der Seetransport von China nach Mombasa und dauert mindestens eine weitere Woche.




Trotz dieser Herausforderungen ist der direkte Import aus China für Equator Solar notwendig, um die bestmögliche Qualität und den Zugang zu aktueller Technologie sicherzustellen. Der lokale Solarmarkt in Uganda bietet nur veraltet,e qualitativ minderwertige, überteuerte oder sogar gefälschte Produkte. Ein zuverlässiges Großhandelsnetz mit Online-Bestellung und schneller Lieferung, wie in Europa üblich, existiert in Uganda bislang nicht.



Aber noch im Dezember waren alle Bestellungen in China abgeschlossen und die Lieferungen trafen bereits Anfang Januar 2026 im Lager am Hafen ein. Dort erfolgte die Ausstellung des PVOC-Zertifikats, die Vorbereitung der Exportdokumente und die Verladung der Komponenten in einen Container. Anschließend begann der Seetransport nach Mombasa. Dort kam es zu einer ungeplanten „Pause“: Durch die Wahlen in Uganda und die „demokratische“ Abschaltung des Internets war der Verkehr behindert, LKWs saßen an der Grenze fest und standen erst am 27.01.2026 wieder zur Verfügung. Der Transport dauerte dann noch 3 Tage von Mombasa nach Kampala. Dann Wartezeit, bis der Zoll Zeit hat.




Heute (20.02.2026) zahlt der Verein die vereinbarte zweite Rate und die Montage-Arbeit beginnt.
03.03.2026: EquatorSolar hat eine WhatsApp-Gruppe angelegt, mit der alle Beteiligten täglich über den Arbeitsfortschritt informiert werden. Heute dazu auszugsweise einige Bilder und der aktuelle Stand:
„Guten Abend, Team,
Projektfortschritt am 03.03. nach Feierabend:
Material Lieferung Baustelle: 100%
Dachverstärkung: 100%
Montagestruktur: 100%
Panel Montage: 80%
Elektronik Montage: 100%
Verkabelung: 70%
Akku-Verkabelung: 80%
Erdung: 60%
Inbetriebnahme des Systems: 0%
Projektfortschritt am 15.03.2026 nach Feierabend:
Material Lieferung Baustelle: 100%
Dachverstärkung: 100%
Montagestruktur: 100%
Panel Montage: 100%
Elektronik Montage: 100%
Verkabelung: 100%
Akku-Verkabelung: 100%
Erdung: 100%
Inbetriebnahme des Systems: 50%









