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2026 Allgemein Uganda

Ebola

Da ich bereits mehrfach wegen Ebola in Uganda angefragt wurde habe ich nun unsere Krankenhauschefs vor Ort angefragt. Die seit Jahrzehnten sehr „vorsichtig“ gehaltenen Aussagen des Auswärtigen Amtes zu vielen Regionen, insbesondere zum Westen Ugandas, kennen wir ja. Da muss man eher in Deutschland viele Regionen meiden. Trotzdem hier der Link: Newsletter abonnieren – Auswärtiges Amt

Der Ebola-Erreger kann von erkrankten Menschen nur durch Körperflüssigkeit, von Tieren einschließlich des manchmal regional üblichen Buschfleischs und von kontaminierten Gegenständen auf den Menschen übertragen werden. Grundsätzlich lassen sich diese Infektionswege durch gute Desinfektion und durch Verzicht auf „Buschfleisch“, sekundär durch Isolierung der Erkrankten und gute Schutzkleidung für pflegende Angehörige und medizinisches Personal zuverlässig ausschalten. Wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind . Eine große Ansteckungsgefahr durch soziale Kontakte im öffentlichen Raum besteht eher nicht. Natürlich muss trotzdem jede/r selbst entscheiden, ob er lieber nachts in München oder tagsüber in Kampala umherspatzieren oder gar in Uganda einen Einsatz leisten will.

Übereinstimmend schreiben mir auch alle 4 Executive Direktors, eine Ansteckungsgefahr wie etwa bei Covid-19 bei „normalem Aufenthalt“ besteht eher nicht.

Dr. Julius vom Lubaga Hospital in Kampala schreibt noch, dass aktuell in Uganda insgesamt 14 Fälle bei 52,5 Millionen Einwohnern registriert sind, die Fallzahlen steigen noch leicht. Von den genannten 14 Fällen sind bisher zwei Personen verstorben. Die Übertragung des Ebola-Virus verläuft deutlich langsamer, die Sterblichkeitsrate ist wesentlich niedriger als bei COVID-19.
Das höchste Risiko besteht unter dem Gesundheitspersonal; der Hotspot befindet sich derzeit in der Stadt Kampala, nicht im Grenzgebiet zum Kongo, wie unsere Medien berichten. Dr. Julius selbst rät trotzdem derzeit von Reisen ab.
Übrigens: Anfang 2025 gab es die letzten – auch – 14 Ebolafälle in Uganda mit einer Mortalitätsrate von 14%.

Dr. Josef Kato vom Holy Family Virika Hospital in Fort Portal nahe der Kongo-Grenze bestätigt aber, dass es derzeit keine Empfehlung der Regierung gibt, Missionsreisen, Arbeitseinsätze oder touristische Aktivitäten in Uganda auszusetzen. Besucher und Arbeitsteams sollten weiterhin die üblichen gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen befolgen, die Hinweise des Gesundheitsministeriums aufmerksam beachten und den Kontakt zu Personen meiden, die Krankheitssymptome aufweisen. „Es bestehen keinerlei Reisebeschränkungen selbst für unsere Region, und sowohl der Tourismus als auch die gesellschaftlichen Aktivitäten laufen wie gewohnt weiter. In unserem Krankenhaus sowie in unserer unmittelbaren Umgebung gibt es derzeit sowieso keinerlei Ebola-Aktivität. Im Alltagsleben nimmt dieser Virus keinen Raum ein.“

George, der Chef vom Buluba Hospital, meint zusätzlich, seine Region um den Hauptort Jinja (Nilquellen) sei bisher gar nicht tangiert.

So schildert das auch Sr. Jane Frances vom Naggalama Hospital, die bestätigt, dass sie auch den Isolationsbereich entsprechend vorbereitet haben, in der Region oder gar im Hospital aber bislang noch keinen einzigen Ebola-Fall feststellen konnten: „Wir gehen daher unseren gewohnten Krankenhausaufgaben nach und stellen dabei sicher, dass die Präventions- und Kontrollmaßnahmen sowohl von unserem Personal als auch von jeder Person eingehalten werden, die das Krankenhausgelände betritt. Sie sind wie immer herzlich willkommen hier“.

Die Entscheidung pro/contra Reise bleibt subjektiv …