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2026 Ruwenzori Uganda

Der Van wird zum Medizinbus umgebaut

Wir stellen Euch und Ihnen heute einfach den ersten Bericht von Dr. Mark Kinene hier ein, der nach Beschluss der Mitgliederversammlung tätig werden konnte:

Hallo Wolfgang, hallo Achim, lieber Vorstand, liebe Mitglieder und Sponsoren,

Ich freue mich, heute berichten zu können, dass wir die Anschaffung der gesamten medizinischen Ausrüstung, der Erstausstattung an Medikamenten und des Kauf des Kleinbusses abgeschlossen haben. Wir haben dabei mit Francis (einem Fahrzeugexperten) zusammengearbeitet. Wir haben uns für einen gebrauchten japanischen Firmen-Kleinbus mit geringer Laufleistung entschieden – eine bessere Wahl als ein in Uganda privat genutztes Fahrzeug. Die Suche nach dem richtigen Modell dauerte zwei Wochen: Es wurde am Ende ein Toyota Hiace (Baujahr 2013) mit Allradantrieb, Automatikgetriebe und Dieselmotor.

Zu den zusätzlichen Kosten, die nicht im ursprünglichen Budget enthalten waren, gehören die gewerbliche Vorauszahlungssteuer, Versicherungsgebühren, Zulassungsgebühren (für das Kennzeichen), Gebühren für die technische Sicherheitsüberprüfung, Umschreibungskosten, die Kosten für die Installation der Solaranlage sowie das Honorar für Francis. Die Kosten übernimmt ja Sandy.

Der Bus steht derzeit in der Werkstatt und wartet auf den Beginn von Umbau, Solarinstallation und Wartung. Ich werde wieder berichten, sobald der Medizinbus zum ersten Mal im Einsatz war.

Noch kurz etwas zu Deiner Frag bezüglich der Ebola-Situation hier in West-Uganda:
Die Ebola-Epidemie, insbesondere im Gebiet Kasese und der weiteren Rwenzori-Region, wird genau beobachtet; entsprechende Untersuchungen laufen. Zuletzt wurden vier Kontaktpersonen identifiziert und im Isolationszentrum des Bwera General Hospitals untergebracht. Die uns am nächsten gelegene Einrichtung ist das Rukoki Health Centre IV. Bislang gibt es in Kasese keine bestätigten Todesfälle. Angesichts der Tatsache, dass es sich um die nächstgelegene und stark gefährdete Region mit zahlreichen Grenzübergängen zur Demokratischen Republik Kongo handelt, ist es jedoch höchst bedenklich, dass bisher nur wenige Maßnahmen ergriffen wurden. Dadurch sind die Menschen in Grenzgebieten, auf Märkten, in Schulen, an religiösen Versammlungsorten und anderswo weiterhin einem hohen Ebola-Risiko ausgesetzt.

Meiner Ansicht nach muss die Bevölkerung an diesen Orten umfassend über die Ebola-Prävention aufgeklärt und mit den dafür notwendigen Mitteln ausgestattet werden.

Zu diesen Mitteln gehören unter anderem Thermometer, Desinfektionsmittel, Seife, Masken und Wassertanks zum Händewaschen sowie Aufklärungsarbeit zur Gesundheitsvorsorge über lokale Radio- und Fernsehsender und durch direkte Ansprache der Menschen vor Ort. Zudem müssen Laboreinheiten mit dem nötigen Material ausgestattet werden, um Untersuchungen in den Dörfern durchführen zu können. Vielen Menschen in abgelegenen Dörfern sind die Anzeichen und Symptome einer Ebola-Infektion nicht bekannt. Hier ist weiterhin direkte Aufklärungsarbeit erforderlich.

Im Dienste der Sache und mit besten Grüßen
Dr. Mark Kinene, Evone International Ministeries Uganda (unser Partnerverein in Uganda)