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2026 Lubaga

Danke, Familie Müller! Danke, Spender!

Christa Werner, die jahrzehntelang als Leitende Krankenschwester im Lubaga Hospital zusammen mit der legendären Dr.Dr. Rita Moser gearbeitet hat, erinnert sich an eine Ärztin besonders:

„Die siebziger Jahre liegen weit zurück – ich war in meinem ersten Einsatz von  Sept 1969 bis Sept. 1972 in Lubaga (später, nach Weiterbildungen, noch viele Jahre mehr) – ich kann mich an Dr. Annegret Müller sehr gut erinnern. 

Sie kam, um sich in unserer Ambulanz als Ärztin zu engagieren – bei den vielen ambulanten Patienten war das eine große Hilfe. Sie fuhr täglich von der Entebbe Road, wo sie mit ihrem Mann Klaus-Peter Müller, der als Geschäftsführer in Uganda arbeitete, ein Haus gemietet hatte, zum Rubaga Hügel. Ich habe sie dort auf Einladung einmal besucht – sie meinte damals, dass das Haus und der große Garten genügend Entfaltungsmöglichkeiten für sie bieten würden und sie eigentlich gar nicht nach Lubaga fahren bräuchte – aber es wäre dann sehr einsam – und sie hätte Freude an ihrer Arbeit und auch an der internationalen Gemeinschaft der Angestellten im Lubaga Hospital. Jeden Tag arbeite sie bis zu 6 Stunden täglich und manchmal noch mehr im Hospital – für durchschnittlich 200 Patienten am Tag.

Frau Dr. Annegret Müller hat sich ganz wunderbar in unsere Gruppe eingefügt – sehr kompetent, ebenso offen und fröhlich, lieb und professionell im Umgang mit den Patienten, sie kam auch zu Weihnachtsfeiern oder zu Abschieden von Angestellten aus Übersee. Da zu der Zeit nur wenig Doktoren angestellt werden konnten war Ihr Dienst für alle Beteiligten, vor allen Dingen aber für Dr. Rita Moser eine ungemeine Erleichterung und Hilfe. Wir waren alle dankbar dafür. Wir durften auch Herrn Müller kennen lernen, da er zu manchen Gelegenheiten seine Frau ins Krankenhaus begleitete.

Ich erfuhr dann von der Ankunft des kleinen Erdenbürgers Gerhard in Kampala erst nach meiner Rückkehr nach Deutschland – aber über Jahre hinweg kamen noch Rundbriefe von Frau Dr. Müller die uns über ihre Krankheit, ihre Familie und alle Neuigkeiten auf dem Laufenden hielten. Leider verstarb Frau Dr. Müller schon 1995.“

Im August 2026 informierte uns Gerhard Müller über den Tod seines Vaters und beschloss, die Trauergäste um eine Spende an unseren Verein zugunsten des Lubaga Hospitals zu bitten. Das Ergebnis sind über 2.300 €, die der Verein gerne auf 3.000 € erhöht. Damit werden nach Rücksprache mit dem Geschäftsführer Dr. Julius drei dringend benötigte Absaugpumpen erworben. Solche Absaugpumpen saugen bei der OP z.B. Blut ab, um dem Chirurgen eine gute Sicht zu ermöglichen. Auch auf der Intensivstation werden zwei Geräte benötigt, die Sekret und Schleim absaugen.

Frau Christa Werner hat zugesagt, dass sie die ugandischen Mitarbeiter, die damals mit Frau Dr. Müller zusammen gearbeitet haben, über die Entscheidung ihres Sohnes und die damit zusammenhängenden Spenden informieren wird. Sie weiß, dass sich noch einige an deren Einsatz erinnern und die Familie Müller in ihrem Gebet einschließen werden. Danke.