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2026 Allgemein Bildung Ruwenzori Uganda

Schul- und Impfeinsatz mit dem Medizinbus

Lieber Vorstand, liebe Mitglieder, liebe Sponsoren,

ich berichte von unseren ersten Bus-Einsätzen an Schulen und für Impfaktionen.

Die aktuelle Impfaktion umfasst die Durchführung der Massenimpfung gegen Masern und Röteln im Rahmen des erweiterten Impfprogramms des Gesundheitsministeriums gegen tödliche Kinderkrankheiten. Zielgruppe sind Kinder im Alter von 9 bis 59 Monaten im ganzen Land, um deren Immunität zu stärken und schwere Ausbrüche von Masern sowie das Rötelsyndrom zu verhindern. Wir wählten drei Außenstellen im Gemeindebezirk Mubuku aus und stellten sicher, dass Kinder – insbesondere solche, die weit von Gesundheitseinrichtungen entfernt leben – den Impfstoff erhielten, um Schutz vor 14 Krankheiten zu gewährleisten.

Auswirkungen.
Insgesamt erhielten 121 Kinder aus 10 Dörfern eine Dosis von 0,5 ml des Masern-Röteln-Impfstoffs. Ohne Ihren Bus wäre das nicht zu schaffen gewesen. Allein die erforderliche Kühlung war früher auf dem Land nicht zu machen.
Die unterschiedlichen Standorte boten Eltern eine bequeme Möglichkeit, ihre Kinder zur Impfung zu bringen. Die Impfstoffe wurden von der ugandischen Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Kinder, die noch nie gegen Malaria geimpft worden waren oder andere wichtige Impfungen verpasst hatten, wurden an das nächstgelegene Gesundheitszentrum in Kisojo-Maliba verwiesen; dort soll die vollständige Immunisierung sichergestellt und eine Auffrischungsdosis verabreicht werden.

Aufgetretene Herausforderungen
Fehlende Geburtsurkunden. Die Altersüberprüfung gestaltete sich schwierig, da nur wenige Eltern die Gesundheitsausweise der Kinder mitbrachten, sodass Mitglieder der Dorfgesundheitsteams (VHTs) das Alter der Kinder schätzen mussten.

Impfverweigerung. In Schulen verweigerten einige Lehrkräfte die Impfung der Kinder mit der Begründung, sie benötigten hierfür die Erlaubnis der Eltern. Angehörige kleinerer religiöser Gruppen und Stämme blockierten die Aktion in ihren Gebieten, da sie diese als Verstoß gegen ihre Regeln und Vorschriften betrachteten.

Schlechte Erreichbarkeit einiger Gehöfte. Aufgrund der verstreuten Lage der Häuser in hügeligem Gelände und der großen Entfernung zwischen den Haushalten war eine Impfung von Haus zu Haus erforderlich. Hierbei kamen mobile medizinische Behälter und Kühlboxen für Impfstoffe zum Einsatz, um jeden Haushalt zu erreichen und sicherzustellen, dass kein Kind zurückgelassen wurde.

Mangelnde Finanzierung. Nicht bezahlt werden Kraftstoffkosten sowie Personalkosten für die Mobilisierungsarbeit der Dorfgesundheitsteams (VHTs), der kommunalen Gesundheitshelfer (CHEWs) und des medizinischen Personals, das die Impfungen durchführte.

Empfehlungen
Es muss sichergestellt werden, dass Kinder, die während der Kampagne keine einzige Impfdosis erhalten haben („Zero-Dose“-Kinder), an das nächstgelegene Gesundheitszentrum angebunden werden, um in die Zeitpläne des erweiterten Impfprogramms (EPI) aufgenommen zu werden.

Die kontinuierliche Einbindung von VHTs (Village Health Teams) und CHEWs (Community Health Extension Workers) ist entscheidend. Diese lokalen Kräfte pflegen in den ausgewählten Gebieten ein aktives Netzwerk für Nachuntersuchungen und melden etwaige Impfreaktionen – wie Fieber oder Hautausschläge – umgehend an unser Team. Ohne unsere finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung der nötigen Ausrüstung ist eine solche Rückmeldung jedoch nicht möglich.

Impfungen von Haus zu Haus erfordern mehr medizinische Behälter und Kühlboxen sowie mehr Zeit und sind arbeitsintensiver, stellen aber sicher, dass kein Kind zurückgelassen wird.

Ein integrierter Unterstützungsfonds ist erforderlich, um kostenlose medizinische Hilfe auf Gemeindeebene zu finanzieren – etwa für die Betreuung von Kindern und Müttern, Mobilisierungsmaßnahmen und Treibstoffkosten. Diese Förderung ist zunächst auf sechs Monate ausgelegt; sobald der mobile Impfbus bekannt ist, kann er seine Aktivitäten eigenständig finanzieren.

HINWEIS: An der Mubuku Prisons Infants Primary School war das Fotografieren während der Impfungen nicht gestattet.

Gesundheitsunterricht an der Kanyoza Gedächtnisschule in Hima, Kasese.


Am Unterricht nahmen Schüler der Stufen S.1 bis S.5 teil. Inhalt des Unterrichts war insbesondere, die Jungs davon zu überzeugen und zu ermutigen, dass weibliche Altersgenossinnen wie Schwestern zu betrachten und zu behandeln sind, indem Empathie aufgebaut und Respekt vermittelt wird. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, der erste Artikel aus Ihrem Grundgesetz, ist dafür der wichtigste Gedanke. Das kann vermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Mark Kinene