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2021 Lubaga Uganda

Poor Patient Fund aktuell

Mukisa Lubwama Standley wird nach der Behandlung nach Hause gefahren – mit dem von den Rubaga-Freunden Stuttgart und von uns finanzierten neuen Ambulanz-Bus.

Für unseren Poor Patient Fund am Lubaga Hospital ging 2020 leider nur eine große Spende in Höhe von dafür aber gleich 1.000 Euro ein. Der Verein legt aus allgemeinen Spenden nochmal 1.000 Euro drauf. Mitglieder wissen, dass wir bereits 2016 mit Dr. Andrew vereinbart haben, dass er als kleine „Gegenleistung“ für die Kosteneinsparung durch die von uns finanzierte PV-Anlage in Höhe von ca. 800 Euro monatlich 10% davon dem PoorPatientFund zukommen lässt.

Der Gelähmte

Godfrey Sserwanga ist scherbehindert, an beiden Beinen gelähmt. Ein Vater, der für den Lebensunterhalt seiner Familie mit drei Kindern betteln muss. Alle zusammen leben in einer kleinen Hütte, die aus einem Raum besteht. Zusätzlich zu seinen Behinderungen wurde jetzt noch ein Tumor im Kiefer diagnostiziert. Eines der Kinder hat schwer Malaria.
Der lockdown trifft die Familie doppelt schwer.
Die Sozialarbeiterin des Lubaga-Hospitals sammelte bei den Mitarbeitern Geld, aber es reicht nicht. Auf keinen Fall für die notwendige Krankenhausbehandlung vom Kind mit Malaria und vom Vater.
Aus dem PPF wurden 98.900 UGX (22 EUR) für einen gebrauchten Rollstuhl für den Vater und die Malaria-Behandlung des Kindes bereitgestellt. Die Kiefer-OP ist zu teuer.
Trotzdem ist das „Ergebnis“ wie ein Segen für diese Familie und alle freuen sich.

Mutter und Kind haben Tuberkulose

Mukisa Richard kam am 22.08.2020  im Lubaga-Hospital zur Welt. Am 27.08. wurde Tuberkulose diagnostiziert, am selben Tag wurde mit der Behandlung begonnen. Patrallel wurde auch die Mutter untersucht, bei der man denselben Befund fand. Das Kind reagierte schlecht auf die medikamentöse Behandlung, mit hohem Fieber und geringem Appetit.
Wir organisierten Nahrung, Kleider für beide und Windeln. Die Mutter erklärte, ihr Mann wäre in Somalia getötet worden. Sie selbst hätte seit dem lockdown keine Arbei mehr gefunden. Ihr einziger Verwandter, ihr Bruder, ist als Soldat tätig und lebt weit weg. Einmal hätte er ihr 300.000 UGX (67 EUR) gezahlt. Mutter und Kind wurden jetzt im Moment als gesund entlassen. Die Gesamtrechnung in Höhe von 485.000 UGX (108 EUR) übernimmt der PPF.  

Mukisa Lubwama Standley

Der 37-jährige wurde als bereits seit 2 Jahren bettlägriger Patient in das Hospital eingeliefert. Er hat eine schwere Anämie mit schweren Wunden vom liegen (Dekubitus) und er ist bereits stark untergewichtig. Mit einer  Verletzung der Wirbelsäule mit partieller Lähmung  wurde er in die chirurgische Abteilung aufgenommen. Nach Aufbau-Transfusionen, erfolgreicher Operation, anschließender Physotherapie und einigen Tagen mit guter Ernährung wurde er nach Hause zu seiner Mutter entlassen, die sich nun um ihn kümmert. Die Hospital-Rechnung kann sie nicht bezahlen. Die Sozialarbeiter sorgten dafür, dass „Nursing care Uganda“ 2.000.000 UGX (446 Euro) übernahmen, der PPF steuerte 759.000 UGX (170 Euro) bei.

Kurzform der Berichte von Sozialarbeiterin Alupo Martha
Lubaga Hospital, Medical Care, Nursing Care, Primary Health Care, AIDS Counselling and Home care