Teresa Jacob in Nigeria

Anmischen des Pulvers
Lange Warteschlangen
Den Kindern schmeckt es
Rundgang

174 Kilo an Hilfsgütern konnte ich dieses Jahr bereits (bis April) zu meinen Einsätzen nach Nigeria mitnehmen.

Dank der Unterstützung von Partnerschaft Gesunde Welt bei den Gebühren für Übergepäck konnte ich beispielsweise im März vier große Koffer á jeweils 32 kg Material transportieren und in Nigeria in erwartungsvolle Hände übergeben.

Ein Großteil meines Gepäcks bestand aus vielen Dosen Eiweißpulver, welches als Getränk zubereitet der Mangelernährung einiger Kinder, Jugendlicher und Witwen bei „Home For The Needy“ entgegenwirken soll.
Gemeinsam mit Oberärztin Dr. Daniela Daser von der Kinderklinik in Böblingen berechnete ich im Vorfeld die benötigte Menge dieses Pulvers bezogen auf Alter und Gewicht.
Mittels Schneebesen und Messbechern in Großküchengröße leitete ich in Nigeria die dortige Krankenschwester und ihre Helfer bei der Zubereitung des Eiweißgetränks an, und gemeinsam verteilten wir es über mehrere Tage lang.
Es herrschte stets großer Andrang, sobald wir mit der Verteilung begannen, und unsere großen Eimer mit dem angerührten Getränk waren immer „ruck-zuck“ leer. Kein Wunder - die Geschmacksrichtungen Vanille und Schoko schmeckten einfach gut.

Wir starteten stets mit den kleinen Kindern und deren Müttern bis 4 Jahre; an den darauffolgenden Tagen folgten die größeren Kinder und Jugendlichen.
Ziel ist es, die Menschen bei „Home For The Needy“ regelmäßig mit Spenden dieser Art zu versorgen; und möglichst auch die Ernährung generell dort auf dem Gelände auf eiweißreichere Kost auszurichten.

Den Kindern, Jugendlichen, Witwen und Familien im Camp geht es nach wie vor gut, sie sind einfach glücklich, dort zu sein; sie lernen mit Eifer, und wenn man nach einiger Zeit wieder dorthin zurückkehrt, sieht man deutlich in den Gesichtern, wie sich die Schatten ihrer schlimmen Vergangenheit gelegt haben und stattdessen Freude eingezogen ist.

Vor Kurzem wurde „Home For The Needy“ als bestes Lager für Binnenvertriebene in Nigeria ausgezeichnet - eine kleine Ehrung für die Helfer vor Ort, die Tag und Nacht für die Menschen dort sorgen.
Trotz allem gibt es weiter Herausforderungen in der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln, bei den Unterkünften und Schulgebäuden. In der letzten Zeit konnten weitere massive Schulgebäude fertiggestellt werden, dennoch sind diese noch nicht ausreichend. Die Kinder schlafen weiterhin extrem gedrängt in ihren Häusern - eine Entlastung dieser Situation wäre sehr wichtig.

Während meiner freien Zeit dort habe ich natürlich wieder die Arbeit in der Krankenstation unterstützt - wir haben so manche Wunde versorgt, Tetanusimpfungen verteilt, getröstet und Rundgänge über das Gelände gemacht, um nach den kranken Kindern zu sehen.

Auch die Krankenstation braucht dringend Unterstützung in allen Bereichen - materiell, finanziell und mit Personal. Derzeit gibt es nur eine ausgebildete Krankenschwester vor Ort, für über 2500 Menschen.
Hilfe und Helfer sind deshalb sehr herzlich willkommen!

Teresa